Mittwoch, 26. Januar 2011

machineplant.com online

Zusätzlich zu meinem deutschen Blog hier, habe ich jetzt auch noch ein englisches Blog gestartet. Es kann auch jederzeit über das Tab machineplant oben auf dieser Seite aufgerufen werden. Dort werde ich in Zukunft speziell IT-Themen behandeln, um so die Reichweite meiner Postings zu erhöhen. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr beide Blogs regelmäßig mitlesen würdet!

Mittwoch, 12. Januar 2011

Grandstream GXV3140 IP Multimedia Phone


Schon länger hatte ich ein Auge auf das GXV3140 von Grandstream geworfen, da es sich hier endlich um ein echtes und einfach zu verwendendes Video-Telefon handelt. Inzwischen ist es in Deutschland so günstig zu haben, dass es keinen Grund gab, länger mit dem Kauf zu warten. Für wenig mehr als EUR 200,- bekommt man es bei Sipgate oder VoIPango. Letzte führen auch den WLAN-Adapter mit dem sich das GXV3140 auch schnurlos ins LAN einbinden läßt. Ich selber habe es momentan mit dem beiliegenden Patch-Kabel an mein LAN angebunden. Dank dem integrierten 2-Port-Switch ist das auch kein Problem: ohne grossen Kabelsalat läßt sich das Videofon so zwischen PC und Netzwerkdose einstöpseln.


Im Video bekommt man schon mal einen Eindruck davon, was das Telefon alles kann. Mit dem Mediaplayer läßt sich dieses Demo-Video übrigens auch direkt auf dem GXV3140 anschauen!

Plug & Play
Account 1 ist im Auslieferungszustand mit IPVideoTalk vorbelegt. Das ist ein kostenloser Service von Grandstream, der dazu dient, dass man andere GXV3140 sofort anrufen kann ohne irgendetwas einstellen zu müssen. Wenn man sich also zwei oder mehr Geräte kauft, nur um untereinander Videotelefonie betreiben zu können ist das sofort möglich ohne auch nur eine Einstellung vorzunehmen.

Tipp
Hat man die Daten für seinen eigenen SIP-Account mit echter Festnetznummer z.B. als Account 2 eingegeben, stört es dass IPVideoTalk den 1. Account belegt, der ja ohne explizite Auswahl bei jedem Raustelefonieren voreingestellt ist. Über das Telefonmenü - und scheinbar nur dort - lassen sich die Accounts jedoch verschieben. In dem Dialog in dem die Accountdaten verändert werden können muss man dazu den großen dreieckigen Pfeil auswählen, der neben den eingegebenen Daten zu sehen ist. Hiermit lassen sich die Accounts untereinander verschieben.

Skype
Das GXV3140 ist meines Wissens nach bisher das einzige SIP-Videotelefon das zusätzlich auch noch Skype beherrscht. Es ist offiziell Skype zertifiziert und bringt eine Skype-Anwendung mit, die im Prinzip alle Funktionen der PC-Version beinhaltet. Das Telefon ist somit auch ein vollwertiger Ersatz für einen PC mit Webcam, zumindest wenn es um Skype geht. Da sich das GXV3140 per Video-Cinch auch an einen Fernseher anschließen läßt, kann man seinen Gesprächspartner bei Bedarf auch noch größer sehen.

Qualität
Das Gerät ist hervorragend verarbeitet. Der Hörer liegt gut in der Hand und rastet sehr gut ein. Mit einem Ständer, den man an der Rückseite einsteckt, steht das Telefon so auf dem Tisch, wie man es auch von den Cisco IP-Telefonen kennt. Die Tasten sind so optimal erreichbar und das scharfe Display kann perfekt abgelesen werden ohne sich vorbeugen zu müssen. Der Ständer verfügt über große gerippte Gummifüsse. Ein Verrutschen des Telefons ist so nicht möglich, selbst wenn man sehr stark auf die Tasten drückt.

Sound
Erfreulicherweise läßt sich das Telefon sehr laut einstellen. Egal ob man den Hörer verwendet oder die Freisprecheinrichtung, immer ist der Ton laut genug, so dass eine schlechte Mobilfunkverbindung oder eine laute Umgebung keine Probleme machen. Natürlich läßt sich der interne Lautsprecher auch z.B. zum Hören von Internetradio verwenden, das Telefon hat die nötige Software bereits installiert. Alternativ lassen sich über einen Klinkenstecker ein Headset oder über Cinch eine Stereo-Anlage bzw. Aktivboxen anschließen.


Konfiguration
Nach dem das Telefon gebootet hat, wird seine IP-Adresse direkt auf dem Bildschirm angezeigt. So kann man sich direkt vom PC aus mit einem Webbrowser auf dem Telefon einloggen und alle Einstellungen durchführen die man möchte. Wie üblich läßt sich so die Konfiguration für einen Sipgate-Account bequem per Cut & Paste übernehmen. Wer noch nie VoIP (Voice over IP, also Internet-Telefonie) verwendet hat, dem kann ich nur empfehlen einfach mal einen kostenlosen sipgate basic Account einzurichten. So ist man sofort ohne Kosten unter einer richtigen Rufnummer erreichbar. Will man selber raustelefonieren, kann man jederzeit noch Guthaben, z.B. auch bequem von der Kreditkarte, aufladen.

Sipgate-Tipps
Bei den General Settings:
  • Account Name: satt des eigenen Namens macht es mehr Sinn hier die Rufnummer des Accounts einzugeben, da der hier eingegebene Text auf dem Startbildschirm als Beschriftung des jeweiligen  Accounts 1, 2 oder 3 angezeigt wird.
  • Voice Mail UserID: 50000 eingeben. Das ist die Nummer der Sipgate Voicebox. Durch Drücken der Anrufbeantwortertaste wird diese Nummer automatisch angerufen, damit man seine neuen Sprachnachrichten abhören kann.
Bei den SIP Settings:
  • Local SIP Port: es is normal und sogar notwendig, dass die 3 Accounts verschiedene Ports verwenden. Üblich sind z.B.: 5060, 5062 und 5064.
  • SUBSCRIBE for MWI: Yes. Der Message Waiting Indicator informiert das Telefon und damit auch seinen Nutzer darüber, dass neue Meldungen auf der Voicebox eingegangen sind.

Bedienung
Alternativ lassen sich auch sämtliche Einstellungen direkt auf dem Telefon machen. Durch die Menüs des 4.3” grossen Farbbildschirms (TFT mit 480x272 Pixeln), kann man mit dem üblichen Steuerkreuz und einer Ok-Taste bequem navigieren. Aufwendiger wird nur das Eingaben von Buchstaben, da die Zahlentasten ja bekanntlich dreifach belegt sind. Abhilfe schafft hier ein externes Keyboard. Das GXV3140 kann an seinem USB-Port nämlich nicht nur den WLAN-Adapter betreiben, sondern auch eine Tastatur und sogar eine Maus.

3 Leitungen und 3 SIP-Accounts
Mit dem GXV3140 kann man auf 3 Leitungen 3 Telefonate gleichzeitig durchführen. Mit der Line-Taste schaltet man beliebig zwischen den Gesprächen hin und her. Zwei Leitungen lassen mit der Konferenztaste zu einer 3er-Konferenz zusammenlegen bei der man sich dann mit zwei Gesprächspartnern gleichzeitig unterhalten kann. Das funktioniert auch bei einem Video-Telefonat über SIP!

Weiterhin unterstützt das GXV3140 3 SIP-Accounts (SIP-Provider). Diese können alle gleichzeitig benutzt werden. Nach dem Booten loggt sich das Telefon auf allen 3 Accounts ein. Bei eingehenden Anrufen sieht man dann, welche Nummer angerufen wurde. Telefoniert man selber raus, geht das Telefon standardmäßig über den 1. Account. Will man einen anderen nutzen drückt man die Taste für die Leitungswahl und wählt Leitung 2 oder 3 aus. Die Accounts sind aber nicht fest an die Leitungen gebunden. Das die Obergrenze beides mal 3 ist, ist reiner Zufall. Man kann z.B. auch auf allen 3 Leitungen gleichzeitig nur mit dem zweiten Account telefonieren. Man drückt einfach so lange die Leitungswahltaste bis man den gewünschten Account der ausgewählten Leitung zugeordnet hat.

Fazit
Alles in allem ein Super-Telefon, das nicht nur hochwertige Videotelefonie beherrscht, sondern auch etliche weitere Funktionen. Was da alles dazugehört, weitere Tipps & Tricks und aktuelle Erfahrungen werde ich in weiteren Blog-Postings beschreiben.

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Zeitmaschinenwerk

Dieses Blog ist auch eine Zeitmaschine. Ich habe mit dem neuen Google Wormhole Service eine Zeitbrücke in die Vergangenheit geschaltet. Sobald der Flux-Kompensator einsatzbereit ist, wird das Blog auch Artikel enthalten die aus einer Zeit stammen in der es noch gar keine Blogs gab, da das Internet noch nicht erfunden war.
He McFly! Jemand zu Hause?

Montag, 11. Oktober 2010

Aller Anfang ist schwer

Berühmte letzte Worte von bekannten Persönlichkeiten gibt es viele. Berühmte erste Worte findet man eher auf der ersten Seite erfolgreicher Bücher, denn nichts entscheidet mehr über die Leser- und Verkaufszahlen eines Buches als ein guter Anfang! Getreu dem Leitsatz:

You never get a second chance to make a first impression.
[Du bekommst keine zweite Chance für einen ersten Eindruck.]

Samstag, 10. Oktober 1992

Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis ...

1992 - ich war damals 18 - wurde mein Programm D-TECTor im Amiga Magazin als Programm des Monats veröffentlicht. Wobei D-TECTor natürlich von D-TECT abgeleitet war.
Ich hatte schon seit Jahren einen Amiga und war sehr schnell darauf gekommen, dass man mit Amiga Basic nicht wirklich viel machen konnte. Also bin ich intensiv in die Assembler-Programmierung der Motorola M68000 Prozessorfamilie und der verschiedenen Custom-Chips (Blitter, Copper, usw.) eingestiegen.

Später habe ich mir dann auch noch C beigebracht, was die Entwicklung größerer Programme deutlich vereinfachte.
C++ hätte ich gerne auch verwendet, nur war der Compiler damals einfach so abartig langsam, dass es einfacher war in normalem C objekt-orientiert zu programmieren, was zwar umständlich, aber möglich ist.
Die 2000,- DM Preisgeld konnte ich als Abiturient natürlich gut gebrauchen. Und 1992 war das auch noch eine richtig beeindruckende Summe.
Über das Bild darf gelacht werden, aber erst nachdem ihr eure eigenen Fotos aus dieser Zeit angeschaut habt. ;-)